Das von Eltmannsee

Als Wahllokal, Kirche, Schulungsraum der Feuerwehr, Bastelstube der alten Schachteln oder auch Versammlungsraum des Ortsbeirates wird die Hütte am See genutzt. Die Saufbude, wie die Einwohner die Hütte gerne nennen, ist Treffpunkt aller gesellschaftlichen Ereignisse. Stolz sind die Einwohner auf den selbst errichteten Bau direkt an der Seemauer mitten im Ort. Als die Haushalte noch nicht so reich ausgestattet waren wie heute und noch nicht in jedem Haushalt ein Gefriergerät vorhanden war, stand auf dem Gelände der Seehütte eine Gefrieranlage. Dort besaß fast jeder

Haushalt ein eigenes Gefrierfach. Aber auch in Eltmannsee hielt der Fortschritt Einzug. Irgendwann hatten alle ihr eigenes Kühlgerät. Nun wurde die Anlage nicht mehr benötigt. Sie wurde stillgelegt und blieb jahrelang ungenutzt.

Da die Eltmannsee'er Bewohner einen sehr ausgeprägten Gesellschaftssinn besitzen, suchten sie nach einer Möglichkeit, sich auch bei schlechtem Wetter zu einer Flasche Bier zu treffen. In der warmen Jahreszeit war dieser Treffpunkt - wie auch heute noch - unter der Linde am See. Eine tolle Idee war der Umbau der alten Gefrieranlage zur heutigen Seehütte. Alle Einwohner und Besitzer des Gefrierhauses waren sich schnell einig.

 

Ein alter Holzofen und eine alte Theke von der Brauerei Eschwege waren die Grundausstattung. Urgemütlich waren die Würfelabende, die oft bis in die Morgenstunden dauerten. Als die "Bude" (so wurde sie damals genannt) baufällig wurde, überlegte man sich, wie es weiter gehen sollte. Mit dem Ortsvorsteher wurde der Neubau eines Gemeinschaftshauses am Ortsrand beantragt. In Anbetracht der schwierigen finanziellen Lage und der sinkenden Einwohnerzahl hatte man die Pläne fallen lassen. Man einigte sich auf einen Umbau der "Bude". Das Richtfest wurde im April 1998 gefeiert. Die entgültige Fertigstellung erfolgte im Herbst 1998.

Die heutige Seehütte ist mit Toilette, Nachtspeicherheizung, Theke mit Zapfanlage, TV+DVD und mit vielen mehr ausgestattet.